Skiclub Schliersee

Die Langdistanz - eine besondere Herausforderung. Der Verlauf eines Rennens über 3,8 km schwimmen, 180 km radeln und 42 km laufen kann oft überraschende Wendungen mit sich bringen.

Für den SC Schliersee konnten diesmal Tom Kirmaier aus Hausham, Martin Schoner, Wolfgang Göttfried und Markus Veitenhansl alle aus dem Leitzachtal, einen der begehrten Startplätze ergattern. Hat man einen Startplatz bedeutet das viel konsequentes Training und möglichst nicht krank werden oder sich nicht zu verletzen.

Auch ließen es sich einige Mannschaftskollegen, allen voran Tobi Berauer, nicht nehmen ihre Trainigspartner tatkräfig zu unterstützen.  Es ist schon ein beeindruckendes Bild, wenn am Samstag diese tausende Zeitfahrmaschinen in der Wechselzone am Kanal am Rothsee eingecheckt werden.

Der erste Start erfolgt dann pünktlich am Sonntag um 6.30 Uhr mit dem Profifeld der Herren, wenige Minuten danach die Profi Damen.

Martin, Tom und Markus starten um 7 Uhr unter der Kulisse von tausenden Zuschauern die sich bereits am morgen am Start befinden. Wolfgang stieg 20 min später ins Wasser. Das Schwimmen ist recht Zuschauerfreundlich, ob nun von der Brücke oder direkt am Kanal entlang begleitend. Während "Maschd" und Markus nach ca. 1.10 Std das Wasser verließen, war von Tom als vermeintlich besserer Schwimmer noch voll im Wasserkampf. Markus stieg als erster auf´s Rad und Maschd kurz danach, Tom folgte mit ungewohntem Rückstand und einem tippen auf die Schulte, welches die Schwimmprobleme erklären sollte. Für die Supporter hieß es nun sich auf´s Bike zu schwingen und einen passenden Platz am Solarer Berg, dem Hotspot der Radstrecke, zu finden. Die Zuschauerkulisse die sich dort bietet dürfte ziemlich einzigartig sein und bereitet jedem Teilnehmer das Gänsehautgefühl des Wettkampfs. Nicht zu beschreiben, hinfahren und erleben. Erwartungsgemäß kam Markus als nach bereits 70 km als erster des Schlierseer Quartetts am Berg an, Maschd bald danach und schließlich auch Tom. Wolfgang, der eine spätere Startzeit hatte eine dreiviertel Stunde danach.  Auch auf der zweiten Runde am Solarer Berg, da wo es allmählich ins Eingemachte geht, sind Fans wichtig.

Maschd, nach wie vor euphorisch unterwegs ohne Tempoeinbußen auf der zweiten Runde mittlerweile an Trainingskollegen Markus angeschlossen.

 Die kam Nachricht von Tom, er ist auf der zweiten Randrunde ausgestiegen. Die Sitzposition auf dem
Tri Aufleger waren den Schulterproblemen nicht förderlich so das die Schmerzen zum Abbruch führten, schade darum und um die Monate des Trainings, hätten wir ihm doch alle ein Finish gewünscht.

Um alle auch auf der Laufstrecke anfeuern zu können, hieß es wieder auf´s Bike und Richtung Eckersmühlen.  In der WZ II ein M. Schoner deutlich euphorisch mit breitem Grinsen als erster des SC auf der Laufstrecke und das zog er dann auch durch, bis ins Ziel mit einer Zeit von 10.49. 00. (swim 1.15/ Rad 5.36/run 3.50).

Für Markus kam die Leidenszeit, mit Magenbeschwerden kämpfte er sich über den Marathon, immer nahe daran abzubrechen, umso schöner das er dann doch finishte. Zeit 11.44.34. (swim 1.11/Rad 5.46/run 4.44)

 Wolfgang Göttfried dagegen bekam seine Blessuren schon beim schwimmen ab, ein Schlag ins Auge bereitete zunächst Sehbeschwerden die besonders beim anziehen der Schuhe beeinträchtigend waren. Beim Laufen war er dann ganz in seinem Metier, mit einem flotten Marathon konnte er sogar noch den magengeplagten Markus überholen und finishte mit  11.20.30  (swim 1.19/Rad 5.56/run 3.54). Besonders der abschließende Marathon war eine harte Nuß, die widerum zum Vorjahr geänderte Laufstrecke führte zwar wieder am angenehm schattigen Kanal entlang, das letzte Viertel durch die von der Sonne  aufgeheizte Rother Straßen Richtung Büchenbach gehen auch noch bergauf und  zum Teil über Kopfsteinpflaster wieder zurück. Es bleibt einem nichts erspart.

Gesamtsieger 2018 war im übrigen keiner geringerer als Sebastian Kienle der deutlich unter 8 Stunden blieb, die Damen machten es besonders spannend. Nach einem Rückstand von 8! Minuten nach dem Schwimmen verkürzte Daniela Sämmler nach dem Radfahren auf 3.25 Minuten auf die führende Britin Lucy Charles und schloß nach 33 km Lauf auf diese auf. Was dann passierte kann man als Langstrecken Krimi bezeichnen, beide Damen schenkten sich nichts und fighteten sich bis ins Ziel. Das bessere Ende für die Deutsche Dani Sämmler, die mit gerade 9 sec. Vorsprung und Landesrekord als Erste ankam. Das Zielfoto dürfte jetzt schon Legende sein.

Ob nun Teilnehmer oder Zuschauer, für alle endete ein langer und eindrucksvoller Tag. Es wird sich zeigen ob es 2019 ebenso erfolgreiche Schlierseer Starter in Roth geben wird.

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